Belarus

Minsk – Weißrußland

Mit dem Zerfall der Sowjetunion ist auch Weißrußland selbständig geworden. In den letzten Jahren hat sich das äußere Erscheinungsbild des Landes und insbesondere der Hauptstadt Minsk positiv verändert. Auch wirtschaftlich gibt es Fortschritte.

Aber bei genauem Hinsehen ist es doch nur eine relativ kleine Schicht, die davon profitiert. Die soziale Schere klafft weit auseinander und viele Menschen in Weißrußland leben besonders in den Dörfern nach wie vor in sehr bescheidenen Verhältnissen. Besonders Kranke, Behinderte, Alte und sozial schwache Menschen leben oft am Existenzminimum. Die staatliche Unterstützung ist sehr gering und manche kämpfen im Winter regelrecht ums Überleben. Neuere Studien zeigen zudem, dass der Alkoholmissbrauch in Weißrußland nach wie vor sehr hoch ist.

Partner vor Ort

Um hilfsbedürftige Menschen effektiv unterstützen zu können, ist vor allem eins wichtig: zuverlässige Partner vor Ort. Schon seit einigen Jahren bestehen sehr gute Kontakte von uns zu der christlichen Gemeinde „Christliche Hoffnung“ in Minsk. Diese Gemeinde ist aus einer sozialmissionarischen Arbeit von Svetlana und Igor Gorelik unter kriminellen Randgruppen entstanden. Seit im Jahr 2000 die ersten drogenabhängigen Mafiosi zum Glauben an Jesus gefunden haben, ist die Gemeinde beständig gewachsen und besteht heute aus ca. 150 erwachsenen Mitgliedern.

Durch ihre Arbeit unter Kriminellen, Drogen-, Alkoholabhängigen und hilfsbedürftigen Menschen aller Art hat sich diese Gemeinde auch die Gunst der örtlichen Behörden erworben. Das kommt wiederum unserer Initiative zugute: durch unsere enge Verbindung zu der Gemeinde „Christliche Hoffnung“ war es uns in denvergangenen Jahrenmöglich direkt mit einem minsker Sozialamt und einem Invalidenverein zusammenzuarbeiten.

Hilfe für Bedürftige

Hilfe für Bedürftige Unser Hilfskonzept ist dabei sehr einfach: in Deutschland gesammelte Spenden werden persönlich von einem kleinen Team nach Weißrußland gebracht. Dort kaufen wir günstig größere Mengen an Lebensmitteln ein (vor allem Mehl, Reis, Nudeln, Buchweizen, Öl, Konserven, Zucker usw) und verpacken sie in mehrere hundert gleiche kleinere Einheiten. Von dem Sozialamt bzw. dem Invalidenverein erhalten wir Adressen von besonders Bedürftigen Menschen in Minsk und Umgebung. Diese Menschen werden dann persönlich besucht, um ihnen die Lebensmittel zu überbringen. Das Team aus Deutschland versteht sich dabei mehr als Initiator – der große Teil der eigentlichen Arbeit vor Ort, wird von den Mitgliedern der Gemeinde „Christliche Hoffnung“ getan. Auf diese Weise konnten wir in den vergangenen Jahren schon mehrere 1000 Personen / Haushalte mit Lebensmitteln unterstützen.

… und noch ein anderer Zweck

Unsere Hilfsaktion erfüllt aber noch einen anderen Zweck. Neben der Tatsache, dass konkrete materielle Not gelindert wird, können wir so auch Menschen mit dem Evangelium erreichen und für sie beten. Die Zustände, die wir in manchen Häusern antreffen, sind erschreckend. Viele Menschen sind von Armut, Not und Alkoholmißbrauch gezeichnet. Unsere materielle Hilfe und unsere menschliche Zuwendung ist für Sie wie ein Hoffnungsschimmer der Liebe Gottes.

Alkoholreha

Schon seit vielen Jahren unterstützen wir auch die Alkoholreha der Gemeinde „Christliche Hoffnung“, sowohl finanziell als auch mit persönlichen Besuchen. Durch dieses Arbeit sind in den vergangenen Jahren unzählige Menschen aus schlimmsten Verhältnissen herausgekommen, haben die Liebe Gottes erfahren, sind vom Alkohol durch Gottes Kraft freigeworden und haben ein neues Leben durch Jesus Christus bekommen. Unzählige haben anschließend geheiratet und eine Familie gegründet, einige sind mitlerweile als Pastoren im geistlichen Dienst. Diese Arbeit ist wirklich eine Quelle der Hoffnung für Menschen, die in tiefer Finsternis sind. Sie verdient unsere Unterstützung.